Kopenhagen - Als Aufruf zum Mord haben Dänemark und Norwegen das Kopfgeld bezeichnet, das ein pakistanischer Geistlicher für die Tötung der Zeichner der umstrittenen Mohammed-Karikaturen ausgesetzt hat. "Das ist Mord und Mord wird auch vom Koran verboten", sagte Dänemarks Außenminister Per Stig Möller auf einer Pressekonferenz mit seinem norwegischen Kollegen Jonas Gahr Stoere am Montag. Ein moslemischer Geistlicher hatte am Freitag in Pakistan mehr als eine Million Dollar für die Tötung zwölf dänischer Karikaturisten ausgesetzt.
Die Aussetzung des Kopfgeldes weckte Erinnerungen an den Fall des britischen Autors Salman Rushdie 1989. Damals hatte das geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ruhollah Chomeini, alle Moslems aufgerufen, Rushdie zu töten, weil der in seinem Buch "Die Satanischen Verse" den Islam und Gott gelästert habe.
In vielen moslemischen Ländern hat es gewaltsame Demonstrationen gegen die Karikaturen gegeben. Die waren im September zuerst in einer dänischen Zeitung erschienen.
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