Frankfurt/Main - Viele Röstkaffeesorten sind nach einer Untersuchung der Zeitschrift «Öko-Test» in erhöhtem Maße mit Schadstoffen wie Acrylamid und Furan belastet. Zwei getestete Sorten überschritten den vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit festgelegten Signalwert von 370 Mikrogramm Acrylamid pro Kilogramm, wie die die Zeitschrift in ihrer Mai-Ausgabe berichtet. Der Kaffeehersteller Melitta beanstandete den Test der Zeitschrift und sprach von Analysefehlern.
Der Deutsche Kaffeeverband sieht angesichts der Testergebnisse keinen Grund zur Sorge. «Die Kaffeewirtschaft ist sehr intensiv an dem Problem dran», sagte Hauptgeschäftsführer Winfried Tigges auf AP-Anfrage mit Blick auf in Auftrag gegebene Forschungen zu dem Thema. Der Test gehe von einem Konsum von fünf Tassen pro Tag aus, der durchschnittliche Konsum liege etwa bei drei bis vier Tassen, betonte Tigges. «Selbst bei fünf Tassen am Tag gibt es keine Gefahr», sagte er. Außerdem liege der Untersuchung ein Signalwert und nicht etwa ein gesetzlicher Grenzwert zu Grunde.
Auch der ebenfalls beim Rösten entstehende Stoff Furan, der nach «Öko-Test»-Angaben im Tierversuch krebserregend wirkt, wurde in dem Test bei vielen Sorten nachgewiesen. Allerdings lasse sich die Furanbelastung teilweise über die Zubereitung steuern. So landen dem Bericht zufolge bei Filterkaffeemaschinen nur rund 17 Prozent Furan in der Tasse, während der Furananteil bei der Zubereitung mit Kaffeevollautomaten und Padmaschinen höher sei.
Das Blatt ließ insgesamt 33 Marken untersuchen, neben Röstkaffee auch Instant-Cappuccino, Instant-Espresso und Kaffeepads. Bei den Cappuccino-Pulvern wurde kritisiert, dass sie häufig mehr als ein Stück Würfelzucker pro Tasse enthielten.
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