Peking - Die wachsende Umweltverschmutzung kostet China jährlich mehr als 200 Milliarden Dollar pro Jahr. Der stellvertretende Leiter der Umweltschutzbehörde, Zhu Guangyao, erklärte am Montag in Peking, trotz der Bemühungen von 500.000 Mitarbeitern verschlechtere sich die Lage immer weiter. In einem von ihm vorgestellten Bericht hieß es, die Verschmutzung von Wasser, Land und Erdreich sei gravierend.
«Die chinesische Regierung wird alle zur Verfügung stehenden Kräfte mobilisieren, um die Umweltprobleme zu lösen, die der Gesundheit der Menschen ernsthaften Schaden zufügen», hieß es weiter. Zhu verwies darauf, dass viele Beamte nicht bereit seien, die Bemühungen der Zentralregierung für den Umweltschutz zu unterstützen, oder sie sogar torpedierten. Seine Behörde hoffe, dass Nichtregierungsorganisationen die Regionalregierungen dazu drängen könnten, Umweltprobleme zu lösen. Dazu müsse aber auch eine Gesetzgebung auf den Weg gebracht werden, um den Status der Nichtregierungsorganisationen zu sichern.
Umweltgruppen erklärten, sie würden ein solches Gesetz begrüßen. Sie verwiesen jedoch darauf, dass die Umweltbehörden ein solches Gesetz nicht ohne Hilfe der Staatsspitze durchsetzen könnten. Greenpeace-Sprecher Yu Jie sagte, die Regionalregierungen konzentrierten sich noch immer zu stark auf das Wirtschaftswachstum - auf Kosten der Umwelt.
(AP)
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