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Reisen: Keine Bedenken gegen Autos mit Gasantrieb

Laut GTÜ genauso sicher wie Benziner oder Diesel

AP
02.08.2006

Ein Zapfhahn für Erdgas, aufgenommen am 14. September 2005 in Frankfurt. Wegen der immer höheren Spritkosten erfreuen sich Erdgas- und Flüssiggasautos zunehmend grösserer Beliebtheit. Allerdings haben viele Autofahrer noch Sicherheitsbedenken. Zu Unrecht, wie die Experten der Technischen Überwachung (GTUE) betonen. Die gasbetriebenen Fahrzeuge sind nach ihrer Einschätzung ebenso sicher wie die herkömmlich mit Benzin und Diesel angetriebenen Wagen. (Archivaufnahme AP Photo/Michael Probst)

Stuttgart - Wegen der immer höheren Spritkosten erfreuen sich Erdgas- und Flüssiggasautos zunehmend größerer Beliebtheit. Allerdings haben viele Autofahrer noch Sicherheitsbedenken. Zu Unrecht, wie die Experten der Technischen Überwachung (GTÜ) betonen. Die gasbetriebenen Fahrzeuge sind nach ihrer Einschätzung ebenso sicher wie die herkömmlich mit Benzin und Diesel angetriebenen Wagen.

Grundsätzlich müsse unterschieden werden zwischen Flüssiggas und Erdgas, erläutert die GTÜ. Autogas - oder Flüssiggas (abgekürzt LPG für Liquified Petroleum Gas) verdampft bereits bei normalem Luftdruck. Weil diese Dämpfe schwerer als Luft sind, sinken sie nach unten und sammeln sich in Mulden. Damit sei Flüssiggas mit gleicher Vorsicht zu behandeln wie Benzin. Erdgas (CNG Compressed Natural Gas) hingegen ist leichter als Luft und steigt nach oben. «Damit ein Autofahrer eventuell ausströmendes Gas riechen kann, sind beiden Gasen Geruchsstoffe zugesetzt. Sie werden schon geringe Verflüchtigungen wahrgenommen, bevor sich eine explosive Gas-Konzentration bildet», erläutern die GTÜ-Experten.

Gerät ein Fahrzeug mit Gasantrieb bei einem Unfall oder durch einen technischen Defekt in Brand, sind die Tanks nach Angaben der Technikexperten gut gesichert. Ein Flüssiggastank besitzt eine Wandstärke von rund drei Millimetern, Erdgastanks sind doppelt so dick. Ventile verschließen automatisch die Gasaustrittsleitungen, damit es nicht zu einer Explosion kommt. Liegt der Gastank im offenen Feuer, dehnt sich durch die Hitze das Gas aus. Ab einem bestimmen Überdruck sorgen Abblasventile für ein kontrolliertes Abbrennen des Gases. «Dieser Vorgang ist sogar sicherer als bei einem brennenden Benzintank. Eine gefährliche Verpuffung - wie bei Benzin möglich - ist bei Gas ausgeschlossen», erläutern sie.

Beide Gas-Varianten haben nach Ansicht der GTÜ gegenüber herkömmlichem Benzin klare Vorteile. So könnten sie deutlich zur Minderung der CO2-Emissionen beitragen. Gas sei zudem wesentlich kostengünstiger als andere Alternativ-Kraftstoffe wie Biodiesel, Bioethanol, Biogase oder Wasserstoff. Ob sich die Anschaffung eines Gasautos im Einzelfall für einen Autofahrer rentiert, hängt wesentlich von seiner Jahresfahrleistung ab. Interessenten sollten sich von einem Fachbetrieb beraten lassen.

 

(AP)

 

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