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Zehn Regionen der Erde vom Klimawandel besonders bedroht

WWF stellt Liste vor

AP
08.04.2007

Brüssel – Die Umweltschutzorganisation WWF hat während der Beratungen des Weltklimarats (IPCC) in Brüssel eine Liste von zehn Biotopen und Regionen der Erde veröffentlicht, die vom Klimawandel am stärksten bedroht werden. Dabei handelt es sich um:

- Korallenriffe: Bei einem Temperaturanstieg von einem Grad verlieren die Korallen ihre Farbe und sterben. Bedroht sind die Unterwasserlandschaften vom Großen Barriereriff bei Australien bis zu den karibischen Korallenriffen bei Belize.

- die Chihuahua-Wüste an der Grenze zwischen Mexiko und den USA: In der größten Wüste Nordamerikas leben 3.500 einzigartige Pflanzenarten.

- die Lebensräume von Schildkröten in der Karibik. Sechs von sieben Arten sind bedroht, wenn ein steigender Meeresspiegel die Brutstätten an den Stränden überschwemmt. Besonders gefährdet ist die Echte Karettschildkröte (Eretmochelys imbricata).

- Der Valdivian-Regenwald in Chile und Argentina: Im Regenwald der gemäßigten Temperaturzone sind die Alerce-Bäume oder Patagonischen Zypressen (Fitzroya cupressoides) von nachlassenden Regenfällen gefährdet. Der Rückgang der Gletscher beeinflusst außerdem den Grundwasserspiegel.

- die Sunderbans in Indien: das Sumpfland im Süden von Bengalen ist größte Heimstatt des Bengalischen Tigers (Panthera tigris tigris). Der steigende Meeresspiegel aufgrund der globalen Erwärmung bedroht die Mangrovenwälder der Küstenregion.

- der Yangtze: Der Fluss ist die Lebensgrundlage für 450 Millionen Menschen in China. Die Gletscherschmelze gefährdet die Wasserzufuhr am Oberlauf des Stroms.

- das Amazonas-Becken: Ein Anstieg der Temperatur um zwei bis drei Grad innerhalb von 50 Jahren würde 30 des 60 Prozent des Regenwalds in eine trockene Savanne verwandeln.

- die Beringsee: Die Eisschmelze am nördlichen Rand des Pazifiks verändert die Wasserbeschaffenheit und gefährdet damit Kleinlebewesen, welche die wichtigste Nahrungsgrundlage von Fischen und anderen Meeresbewohnern sind.

- die Himalaja-Gletscher. Der Rückgang einiger Gletscher um jährlich zehn bis 15 Meter führt zunächst zu Überschwemmungen, später zu Dürreperioden im Sommer. Die Gletscher regulieren den Wasserhaushalt für mehrere hundert Millionen Menschen in Indien, Nepal, Pakistan und Bangladesch.

- die Küstenwälder in Ostafrika: Klimaforscher sagen für diese Region häufige Stürme voraus, die Zerstörungen anrichten in Mangrovenwäldern, an Korallenriffen und in der Landwirtschaft. (AP)

 

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