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EM-BEGEISTERUNG

Detlev Bucks Filmprojekt „23 Tage“ lässt EM noch einmal aufleben

Premiere am Samstag in Berlin – Material aus mehr als 800 Fan-Beiträgen

AP
23.07.2008

Filmemacher Detlev Buck, Schauspieler Tobias Greber, Geschäftsführer Google Nord-Europa Philipp Schindler und Schauspieler Alexandros Fokas, von links, in Hamburg anlässlich der Präsentation des "YouTube"-Fantagebuchs "23 Tage". (AP Photo/Fabian Bimmer)

Hamburg – Rund einen Monat nach Ende der Fußball-Europameisterschaft kommt im Kino noch einmal EM-Stimmung auf. Am 31. Juli läuft der aus Inhalten von Internetnutzern erstellte Kinofilm „23 Tage – Das YouTube Fan-Tagebuch“ in zehn deutschen Städten an. Regisseur Detlev Buck stellte aus mehr als 800 Beiträgen aus ganz Europa ein rund 50-minütiges Gesamtwerk zusammen. „Ich denke, '23 Tage' ist ein gutes Ding, weil man sich erinnert“, sagte Buck bei der Präsentation des Streifens am Mittwoch in Hamburg.

Der Film bietet einen unterhaltsamen – teils skurrilen, teils emotionalen – Rückblick auf die 23 Tage während der EM und die allerorts herrschende Begeisterung. In den von den Fußballfans selbst gedrehten Kurzfilmen leben die aufregendsten und bewegendsten Momente der EM noch einmal auf. Buck sagte, er finde es fantastisch, welche Ideen die Fans gehabt hätten. Insgesamt seien rund 82 Stunden Videomaterial zusammengekommen.

Die Fantasie der Fans kannte keine Grenzen: So wurde das legendäre Zusammenspiel von „Poldi“ und „Schweini“ im elterlichen Garten nachgestellt oder die Partie Frankreich-Italien mit Schneckenhäusern und Nudeln nachgespielt. Aber auch in Form von Lego-Männchen, Knetfiguren und Handpuppen kicken sich die Stars der EM durch den Film.

Buck lobt Fantasie der Fans

Daneben sind immer wieder stimmungsvolle Bilder aus der Berichterstattung zu sehen – begeistert feiernde Menschen beim Public Viewing, aber auch einsam mitfiebernde Fans zu Hause vor dem Fernseher. „Dieser Wechsel, zwischen der Masse von 30.000 Leuten, die jubeln, und einem einzelnen Fan, fasziniert mich“, sagte Buck. Die Fantasie der Fans, die musikalischen Untermalungen, die detailgetreu nachgestellten Spielszenen und die Symbole, mit denen gearbeitet wurde, seien beeindruckend.

Zu den Stars des Films gehören auch die sogenannten „Mofa-Jungs“ Alex und Tobi. Sie waren auf ihren Mopeds von Hamburg durch das Rheinland rund 1.500 Kilometer bis nach Wien zum Endspiel gefahren und hatten per Videobotschaft täglich von ihren zum Teil aberwitzigen Erlebnissen berichtet. Auch der Deutschtürke „Tiger“ ist zu sehen. Er kommentierte die EM täglich aus seinem „Süper EM-Stüdyo“ in Berlin-Kreuzberg auf seine eigenwillige Art.

Die Premiere von „23 Tage“ ist am kommenden Samstag in Berlin. Außerdem wird der Film in Hamburg, München, Frankfurt, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Kassel, Leipzig und Mainz zu sehen sein. Die Einnahmen aus dem symbolischen Eintrittspreis von 2,30 Euro werden jeweils zur Hälfte an den Verein „Laut gegen Nazis e.V.“ und die Jugendinitiative „Streetfootballworld“ gespendet. (AP)

 

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