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Eröffnung Wagner-Festspiele

Fotogalerie: Prominenz auf dem "Grünen Hügel"

Schaulaufen der Prominenz zum Auftakt der Bayreuther Festspiele

Brigitte Caspary
AP
25.07.2008 20:07

Bayreuth – Die Sympathie der Zuschauer ist schnell ausgemacht: Über die lautesten Zurufe darf sich bei der Eröffnung der Richard-Wagner-Festspiele am Freitag in Bayreuth ganz klar Bundeskanzlerin Angela Merkel freuen. In einem tief ausgeschnittenen, petrolfarbenen Kleid erregt die 54-Jährige beim traditionellen Stelldichein der Prominenz die meiste Aufmerksamkeit auf dem Grünen Hügel. Sichtlich entspannt genießt Merkel an der Seite ihres Ehemannes Joachim Sauer, wie ihr die Wartenden zujohlen und begeistert die Hände entgegenstrecken. Und mit einem strahlenden Lächeln erfüllt sie auch einige Autogrammwünsche.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel zieht mit ihrem petrolfarbenen Kleid bei der Eröffnung der Bayreuther Festspiele die Blicke auf sich. Ihr Ehemann Joachim Sauer, links, schaut ihr entgegen. (AP Photo/Eckehard Schulz)
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Der langjährige, nun scheidende Leiter der Festspiele, der 88-jährige Wolfgang Wagner, erschien gestützt auf einen Stock und am Arm seiner Tochter Katharina. Er hat im April angekündigt, die Leitung spätestens zum 31. August abzugeben. Künftig sollen die 30-jährige Katharina und ihre Halbschwester Eva Wagner-Pasquier (63) Chefinnen auf dem Grünen Hügel werden. Wagner-Pasquier fehlte am Freitag in Bayreuth.

Die Eröffnung der weltberühmten Bayreuther Opernfestspiele hat sich längst zu einem Schaulaufen der Prominenten gemausert. Kaum ein Schauspieler oder Politiker, der nicht mit herzlichen „Hierher, hierher!“-Rufen von den Zaungästen begrüßt oder von den zahlreichen Foto- und Kamerateams mit „Winken! Winken!“ zum Posieren aufgerufen wird.

Die Schönsten warten in der Ecke

Als einer der ersten Gäste darf sich an diesem drückend schwülen Nachmittag der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein über die Begeisterung des Publikums freuen. In Begleitung seiner Ehefrau Marga, die ein bodenlanges, dunkelgrünes und mit Pailletten besticktes Kleid trägt, schüttelt er ausgiebig Hände und scheut sich nicht, auch in die hintersten Ecken der Absperrung zu gehen, um Autogrammwünsche zu erfüllen. Als ihm eine ältere Frau zuruft: „Wir sind die Allerschönsten in Bayreuth“, kann sich Beckstein ein Lachen nicht verkneifen. „Deshalb komme ich ja zu Ihnen“, scherzt er und schüttelt der Frau freudig die Hand.

Regelrechte Begeisterungsrufe erntet auch die CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer. Sie erscheint in einem schwarzen Abendkleid, dessen Oberteil durch Paillettenornamente großzügige Blicke auf ihre Haut gewährt. Für die Fotografen muss sich Haderthauer extra einmal komplett um sich selbst drehen, damit ja keine Stelle ihres Kleides unentdeckt bleibt.

Als ein kleines Mädchen die Absperrung überklettert und mit einem Schreibblock auf Haderthauer zukam, stützt die 45-Jährige kurzerhand ihr Bein auf dem Treppenabsatz ab und schreibt der Kleinen ein Autogramm in ihren Block. „Jetzt schreib ich ganz leserlich, damit Du das auch lesen kannst. Wir Politiker schreiben ja sonst immer so unleserlich“, erklärt sie dem Kind freundlich.

Tommy Gottschalk mit lila Lackschuh

Noch einmal brandet tosender Applaus auf, als Thomas Gottschalk mit seiner Ehefrau Thea auf dem roten Teppich erscheint. In diesem Jahr trägt der blonde Showmaster zum Dreitagebart eine lila Samthose mit schwarzem Sakko und dazu lilafarbene Lackschuhe, in denen sich das Blitzlichtgewitter der Fotografen spiegelt. Ehefrau Thea erinnert indes an einen Paradiesvogel, mit ihren braunroten Federn im Haar und einer gelb, grün und lila gemusterten, wallenden Robe.

Doch während auf dem roten Teppich ausgelassene Partystimmung herrscht, geht es in diesem Jahr jenseits der Absperrung keineswegs nur harmonisch zu. Viele der etwa 1.000 Zaungäste harren schon seit dem Morgen in der drückenden Hitze aus, um einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern. Manche hat das aggressiv gemacht. So ist zwischen einer 76-jährigen Nürnbergerin und einem älteren Mann ist ein heftiger Streit entbrannt. „Keinen Millimeter will er weichen“, schimpft die Frau. „Dabei hat er so viel Platz!“ Ihr Nachbar kontert gereizt: „Ja wo soll ich denn hin?“ Außerdem sei er schon seit halb zwölf da. „Das ist nun mal ein Highlight in Oberfranken. Selbst Schuld, wer da nicht rechtzeitig kommt.“ (AP)

 

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http://www.epochtimes.de/articles/2008/07/25/317219.html







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