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DDR-Nostalgie

Ein Motorrad aus Honeckers Eskorte

Neues Museum in Berlin – 80 Zweiräder aus DDR-Produktion – Eröffnung Ende August geplant

AP
06.08.2008

Ein Simson SR1 Motorrad, im Volksmund auch "Essigpisser" genannt. (AP Photo/Markus Schreiber)

Berlin – Ein Motorrad aus Erich Honeckers Eskorte und der „Essigpisser“: Ein neues Museum in Berlin zeigt demnächst 80 Zweiräder aus DDR-Produktion, von 1953 bis 1980, wie Initiator Uwe Kobilke am Mittwoch der AP sagte. Alle Mopeds, Roller und Motorräder seien mit Originalteilen restauriert worden. Er hoffe, das Museum in den S-Bahnbögen nahe des Alexanderplatzes noch Ende August eröffnen zu können.

Die Geschichte der Maschinen und die der Simsonwerke in Suhl und des MZ-Werks in Zschopau würden komplett dokumentiert, sagte Kobilke. Gezeigt würden wahre Raritäten wie die 250er ETS Eskort aus Honeckers Eskorte. Nur 80 Stück seien davon produziert worden, 30 seien nach Ungarn gegangen. Die im Museum präsentierte Maschine trage sogar noch das Original DDR-Wappen in der Windschutzscheibe. Zudem würden Mopeds wie die im Volksmund sogenannten „Essigpisser“, die SR1 und SR2, präsentiert. Natürlich seien auch Mopeds wie die Schwalbe dabei.

Weiter sei geplant, sechs oder sieben Oldtimer an Interessierte für Touren durch Berlin zu vermieten. Ein Mal im Quartal solle zudem ein Oldtimer-Teilemarkt stattfinden. Im rund 800 Quadratmeter großen Museum werde zudem ein kleiner Shop aufgebaut.

Zwei Leute sollen eingestellt werden

Vor drei Jahren lief Kobilke über einen Oldtimermarkt und sah ein Moped, das er einst selbst gefahren war. Kurzentschlossen kaufte sich der Pankower Bauunternehmer das Gefährt. Daraus habe sich eine Sammelleidenschaft entwickelt, innerhalb kürzester Zeit kaufte er 20 Maschinen „aus Spaß an der Freude“. Dann habe er sich entschlossen, seine Sammlung der Öffentlichkeit zu zeigen. Er sei mittlerweile so weit, dass die Sammlung präsentiert werden könnte, müsse aber noch auf das grüne Licht der Baubehörden warten. Die getroffenen Brandschutzmaßnahmen müssten noch abgenommen werden.

Die Maschinen habe er in seiner Freizeit restauriert. Für die Präsentation der Sammlung will Kobilke zwei Leute einstellen. Das sei alles privat finanziert, sagte er. Er hoffe, durch die Eintrittsgelder irgendwann bei einer Null zu landen. Bereits jetzt sei die Nachfrage groß. Vor dem Museum blieben viele Touristen stehen und fragten, wann sie die Sammlung endlich sehen könnten.

Das Museum soll täglich von 10.00 bis 21.00 Uhr geöffnet sein. Der Eintritt soll 5,50, ermäßigt 4 Euro betragen. Informationen gibt es unter 030/24045725.

http://www.erstesberliner-ddr-motorradmuseum.de/ (AP)

 

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