Gesundheitsreform und Gesundheitspolitik - Ist unsere Gesundheit noch finanzierbar? Was Politiker, Ärzte und Patienten zur Gesundheitsreform sagen. Die sinkenden Leistungen der Krankenkassen und die Auswirkungen auf Betroffene und Gesellschaft.
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Patientenrecht

Arzt muss Patientenakten in Kopie aushändigen

AP
11.08.2008

Es ist eine hilfreiche Sache, alle persönlichen Untersuchungsergebnisse und Befunde zu Hause in einem Ordner greifbar zu haben. Das kann viel Zeit und Lauferei ersparen. (RainerSturm/Pixelio.de)

Stuttgart – Patienten können ihre Akten auch gegen den Willen des Arztes einsehen. Sie haben ein Recht darauf, die Unterlagen in Kopie ausgehändigt zu bekommen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hin. Allerdings würden nicht alle Ärzte oder Krankenhäuser diesen Anspruch anerkennen.

Der behandelnde Arzt sei verpflichtet, für jeden Patienten eine Krankenakte zu führen und zehn Jahre lang aufzubewahren. Um auch später noch Dokumente über die Krankheit zu haben, mache es für Patienten Sinn, die Unterlagen in regelmäßigen Abständen in Kopie anzufordern.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale sind Ärzte und Krankenhäuser allerdings häufig nicht bereit, die Unterlagen bereitzustellen. Begründet werde dies oft mit dem hohem Zeitaufwand oder auch mit der Behauptung, dass es das Einsichtsrecht gar nicht gäbe.

Bei Behandlungsfehlern sind die Unterlagen jedoch die Beurteilungsgrundlage. Die Verbraucherschützer raten daher, auf die Herausgabe zu bestehen. Notfalls müsse man dem Arzt schriftlich einen Termin setzen. Manchmal könne es auch notwendig werden, einen Rechtsanwalt einzuschalten. (AP)

 

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