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Größtes Traditionsseglertreffen

Rostocker Hanse Sail erneut mit Wetter-Handikap

Dennoch laut Veranstalter rund eine Million Besucher - Viertägiges maritimes Spektakel am Sonntag zu Ende

AP
10.08.2008

Rund eine Million Gäste besuchten das viertägige maritime Volksfest der Rostocker Hanse Sail 2008, trotz wechselhafter Wetterlage. Bunte Attraktionen rund um die traditionsreiche Segelschifffahrt und sportliche Highlights (Bild, August 2005) erfreuten das Publikum. (Lutz Bongarts/Getty Images)

Rostock – Trotz wechselhaften Wetters lockte die 18. Auflage der Rostocker Hanse Sail nach Angaben der Veranstalter wieder rund eine Million Gäste in die Hansestadt. Das sagte Sail-Cheforganisator Holger Bellgardt am Sonntag zum Abschluss des viertägigen maritimen Spektakels mit rund 230 Großseglern und Traditionsschiffen aller Größenordnungen aus 13 Ländern. Umrahmt wurde die Sail von kulturellen Attraktionen und bunten Märkten. „Wir haben wieder ein großes Fest erlebt“, sagte Bellgard. Rostock habe mit der Ausrichtung eines der weltweit größten Windjammertreffen seine maritime Kompetenz unterstrichen.

„Die Hanse Sail Rostock ist erwachsen geworden“ konstatierte Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling. Als größtes alljährlich stattfindendes Traditionsseglertreffen weltweit habe sich die Hanse Sail als zuverlässiger Partner für die Förderung der Traditionsschifffahrt im Ostseeraum etabliert.

Die bunte Flotte seltener Schiffe fand wieder begeisterte Bewunderer. Als Highlight erwies sich dabei der Ausbildungssegler der deutschen Marine „Gorch Fock“, der in Rostock sein 50. Jubiläum feierte und zudem zum Flaggschiff der Sail avancierte. Mit der „Mircea“ hatte auch das rumänische Schulschiff am Kai von Rostock-Warnemünde festgemacht. Größtes Schiff war in diesem Jahr die 82-jährige russische Vier-Mast-Bark „Kruzenshtern“. Sie ist weltweit der zweitgrößte noch in Fahrt befindliche historische Windjammer. Wieder in Rostock dabei waren unter anderen auch der polnische Großsegler „Dar Mlodziezy“ sowie der Toppsegelschoner „Abel Tasman“ und der Zwei-Mast-Schoner „Zuiderzee“ aus den Niederlanden.

Wie in jedem Jahr wurden auf den Traditionsschiffen der Rostocker Sail wieder Zehntausende Mitfahrten reserviert, wobei aber wegen des zeitweise regnerischen und windigen Wetters nicht alle Fahrten ausgebucht waren. Für Abwechslung und das leibliche Wohl an Land sorgten auf den mehrere Kilometer langen Flaniermeilen im Rostocker Stadthafen und am Kai von Warnemünde zahlreiche Bühnen mit kulturellen Darbietungen sowie Hunderte Schausteller mit lukullischen Köstlichkeiten, Karussells, Marktständen, rollenden Restaurants und Bierzapfwagen. (AP)

 

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