Frankfurt/Berlin – Rund 200 Deutsche haben Georgien wegen der militärischen Eskalation im südlichen Kaukasus bereits verlassen. Rund 300 weitere deutsche Staatsangehörige befänden sich noch im Land, erklärte das Auswärtige Amt in Berlin am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP. Die Botschaft in Tiflis stehe mit ihnen in Kontakt und unterstütze alle Ausreisewilligen. Italien und Polen haben damit begonnen, ihre Staatsangehörigen in Sicherheit zu bringen. Fluggesellschaften annullierten zunächst alle Flüge nach Tiflis.
Warschau evakuierte nach Angaben des Außenministeriums rund 300 Polen. Das Außenministerium in Rom wollte seine Bürger ausfliegen. 134 Menschen, zumeist Italiener, aber auch etwa 20 Bürger aus anderen EU-Staaten, verließen die Hauptstadt Tiflis in Richtung des etwa 150 Kilometer entfernten armenischen Flughafens Gyumri. Von dort sollten sie noch am (heutigen) Sonntagabend mit zwei Transportflugzeugen vom Typ Hercules C-130 nach Rom geflogen werden, wie das italienische Außenministerium erklärte.
Die Lufthansa und die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) haben ihre Flüge nach Tiflis vorerst ausgesetzt. Alle Verbindungen bis einschließlich Montag seien vorsichtshalber gestrichen worden, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Die Airline fliegt von München aus zehn Mal wöchentlich in die georgische Hauptstadt Tiflis. AUA hat wöchentlich vier Flüge. Die Lage werde am Montag neu geprüft, hieß es bei beiden Gesellschaften. Wie die Lufthansa hat auch die AUA bereits am Freitag kurzfristig einen Flug gestrichen. (AP)
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