Frankfurt/Main – Es gibt 67 Sorten Altpapier, die sich nach Qualität und Zusammensetzung unterscheiden. Als sogenannter Sekundärrohstoff ist Altpapier günstiger als Holz oder Zellstoff. Zudem werden weniger Energie und Wasser bei der Verarbeitung benötigt.
Auch deswegen ist bei der Papierproduktion der Anteil des verwendeten Altpapiers in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2007 betrug die Quote an der gesamten Papier-, Papp- und Kartonproduktion in Deutschland 68 Prozent – damit ist man nach Branchenangaben weltweit Spitze.
Wie bei anderen Rohstoffen ist die Preisentwicklung stark von der Konjunktur abhängig. Wenn viel produziert wird, wird mehr geworben, mehr gedruckt, mehr verpackt. Wegen der hohen Nachfrage musste Deutschland im vergangenen Jahr erstmals seit Jahrzehnten wieder mehr Altpapier einführen, als es ausführte.
Zwischen Ende 2007 und Anfang 2008 schnellten die Preise auf bis zu 100 Euro pro Tonne gemischtes Altpapier in die Höhe. Mittlerweile hat es hier jedoch eine deutliche Korrektur gegeben, und die Preise bewegen sich in einer Spanne zwischen 40 und 80 Euro pro Tonne – abhängig von regionalen Unterschieden und davon, wie langfristig der Lieferkontrakt zwischen Altpapiersammmler und Papierhersteller ist. (AP)
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