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Datenklau

Aufklärung des Daten-Skandals kann sich noch Monate hinziehen

Staatsanwaltschaft Mönchengladbach muss umfangreiches Datenmaterial auswerten

AP
18.08.2008

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Mönchengladbach – Die Aufklärung des Missbrauchs von Bank-Daten kann sich nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach noch über Monate hinziehen. „Wir müssen nun erst einmal das umfangreiche Datenmaterial auswerten“, sagte Ankläger Peter Aldenhoff am Montag. Der Informant, der eine CD mit 17.000 Daten anonym an die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein geschickt hatte, will nach eigener Aussage insgesamt 1,5 Millionen solcher Datensätze gesichert haben.

Mit Datensätzen wie dem auf der CD können Unternehmen unberechtigt Geld von Konten abbuchen. Verbraucherschützer sehen einen möglichen Zusammenhang mit jüngsten Missbrauchsfällen, die in mehreren Bundesländern bekanntwurden: Dabei hatten Glücksspiel-Anbieter nach Werbeanrufen trotz eindeutiger Absage Geld von Konten abgebucht.

Am vergangenen Dienstag war eine Firma in Viersen durchsucht worden, die Daten unter anderem an Call-Center weiterverkauft haben soll. In seiner Vernehmung habe der 36-Jährige, der laut Aldenhoff bei einem Lübecker Call-Center arbeitete, jedoch keine Angaben zu der Viersener Firma gemacht. Der Informant habe angegeben, mit dem An- und Verkauf der Daten nichts zu tun zu haben, sagte Aldenhoff. „Wir müssen nun prüfen, inwiefern hier möglicherweise ein Zusammenhang besteht.“

Unterdessen ist offenbar eine neue Datensammlung aufgetaucht, wie das Magazin „Focus“ berichtete. In den vergangenen Tagen habe im Ruhrgebiet ein Datenhändler 50.000 Adressen mit dazugehörigen Telefonnummern und Bankverbindungen angeboten, schreibt die Zeitschrift. Die Datensätze stammen „Focus“ zufolge von zwei Lotterieveranstaltern, einem Mobilfunkanbieter und einer als gemeinnützig anerkannten Spendenorganisation.

Bereits in der vergangenen Woche hatte sich ein Datendieb in Hannover der Polizei gestellt. Dieser Mann hatte einem Bericht zufolge der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) etwa 2,5 Millionen Datensätze gestohlen und sie dreimal verkauft. (AP)

 

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