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Umweltfreundlich

Japanische Autos im Öko-Ranking führend

VCD legt neue Auto-Umweltliste vor – Mehr als 50 Autos schaffen weniger als 120 Gramm CO2 pro Kilometer

AP
20.08.2008

Der Toyota Prius in Berlin. Der Verkehrslub Deutschland stellte die Ergebnisse der VCD Auto-Umweltliste 2008 vor. (AP Photo/Franka Bruns)

Berlin – Beim Bau umweltfreundlicher Autos fahren deutsche Hersteller der japanischen Konkurrenz immer noch hinterher. In der am Mittwoch in Berlin vorgestellten Auto-Umweltliste des Verkehrsclubs Deutschland, VCD belegte der Toyota Prius mit Hybridtechnik den ersten Platz. Er machte das Rennen knapp vor dem Vorjahressieger Honda Civic Hybrid. Mit dem Smart Fortwo Coupé schaffte es nur ein deutsches Fabrikat unter die Top Ten. Allerdings dominierten neun deutsche Autos die Liste der Kompaktwagen.

In der Gesamtwertung teilte sich die Autotypen Citroën C1 1.0 Advance, Daihatsu Cuore 1.0, Peugeot 107 Petit Filou 70 und Toyota AYGO 1.0 punktgleich den dritten Platz. In der Wertung „Umweltmanagement der Autokonzerne“ belegte Toyota ebenfalls den ersten Platz, gefolgt von Mercedes und BMW.

„Die aktuelle VCD Auto-Umweltliste zeigt, dass viele Fahrzeuge auf dem Markt sind, die einen akzeptablen Verbrauch haben und bei Lärm und Schadstoffen gut abschneiden. Autokäufer haben also die Wahl, wenn sie umweltschonend und sparsam unterwegs sein wollen“, erklärte VCD-Vorstand Hermann-Josef Vogt. Insgesamt erhielten 80 Autos eine positive Umweltempfehlung des Clubs.

Forderungen an die Politik

Beim Kaufentscheid spielt ein niedriger CO2-Ausstoß nach VCD-Beobachtungen eine zunehmend größere Rolle. Im ersten Halbjahr 2008 wurden demnach rund 30 Prozent mehr Kleinwagen verkauft als im Vorjahreszeitraum. Zudem erlebten die öffentlichen Verkehrsmittel Rekordzuwächse, „und immer mehr Menschen trauten sich aufs Fahrrad“.

Der Club forderte die Politik auf, sich weiterhin für CO2- und Verbrauchslimits einzusetzen. „Falls es den Autoherstellern gemeinsam mit der Bundesregierung gelingen sollte, in Brüssel den geplanten CO2-Grenzwert von 120 Gramm pro Kilometer zu verwässern oder um weitere Jahre zu verzögern, werden wir alle zur Kasse gebeten. Und zwar nicht nur durch die immensen Folgen des Klimawandels, sondern auch ganz direkt an der Tankstelle“, warnte der verkehrspolitische Sprecher und Auto-Experte des VCD, Gerd Lottsiepen.

Wenn ein Neuwagen in den nächsten Jahren 30 bis 40 Gramm mehr CO2 ausstoße als notwendig, bedeute das bei den aktuellen Spritpreisen jährlich 300 bis 400 Euro Mehrkosten für Kraftstoff. Dabei gebe es außer bei den Siebensitzern schon heute in jeder Fahrzeugklasse Pkw, die weniger als 120 Gramm CO2 pro Kilometer emittierten, erklärte der VCD. In der aktuellen Auto-Umweltliste hätten mehr als 50 Autos diesen Wert erreicht.

http://www.vcd.org (AP)

 

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