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Erntemethoden verbessern

Experten fordern Halbierung der Lebensmittel­verschwendung

Auf der Weltwasserwoche in Stockholm

AP
21.08.2008

Stockholm – Führende Experten haben auf der Stockholmer Weltwasserwoche eine Halbierung der Verschwendung von Lebensmitteln bis 2025 gefordert. Nur so könne die Herausforderung bestanden werden, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, sagte der Forschungsdirektor des Internationalen Wassermanagements-Instituts, David Molden, am Donnerstag.

Politiker und Unternehmen müssten drastisch die Erntemethoden verbessern, damit in der Landwirtschaft der Abfall bei der Lebensmittelgewinnung minimiert werde, hieß es. Den Verbraucher müssten die Folgen von Lebensmittelverschwendung bewusst gemacht werden, die große Mengen an Wasser verbrauche, die vor allem in den wasserarmen Gebieten der Welt segensreich anders angesetzt werden könnten. „An die Hälfte des Wassers, das weltweit bei Anbau und Produktion von Lebensmitteln eingesetzt wird, geht möglicherweise verloren oder wird verschwendet“, sagte Molden.

Das Stockholmer Wasserinstitut teilte mit, dass jedes Jahr 1,4 Millionen Kinder an Durchfallerkrankungen sterben, die auf schlechte Hygiene zurückzuführen sind. In den USA würden jedes Jahr 30 Prozent aller Lebensmittel weggeworfen – das sei ein Wert von 48 Milliarden Dollar (33 Milliarden Euro). „Das ist so, als wenn man den Wasserhahn aufdreht und 40 Billionen Liter Wasser in die Mülltonne fließen lässt – genug Wasser, um 500 Millionen Menschen zu versorgen“, hieß es im Bericht.

Die schwedische Kronprinzessin Viktoria zeichnete am Abend den britischen Professor John Anthony Allan mit dem Stockholmer Wasserpreis aus. Allen wurde für sein Konzept gewürdigt, den „virtuellen Wasserverbrauch“ ind der Lebensmittel- und Industrieproduktion zu messen. (AP)

 

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