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Emissionsarme Technologien

Kufour fordert für Afrika Milliarden zur Bekämpfung des Klimawandels

Internationale Konferenz in Ghana – UN-Klimachef mahnt zur Eile

AP
21.08.2008

Accra – Der ghanaische Präsident John Kufour hat bei der Eröffnung einer UN-Klimakonferenz mehr Unterstützung für Afrika bei der Bekämpfung des globalen Klimawandels gefordert. Überschwemmungen und Dürreperioden hätten die Auswirkungen der langfristigen Wetterveränderungen in den vergangenen Jahren bereits deutlich gezeigt, sagte Kufour am Donnerstag in der ghanaischen Hauptstadt Accra. Die schwächsten Länder müssten bei den anstehenden Herausforderungen jährlich mit Milliarden Dollar unterstützt werden, forderte Kufour.

Rund 1.600 Delegierte aus 160 Ländern kamen in Accra zu einwöchigen Beratungen über einen Folgevertrag für das Kyoto-Protokoll zusammen. Der Vertrag soll im nächsten Jahr in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen beschlossen werden, bis dahin sind noch fünf weitere Verhandlungsrunden geplant. Bei den Gesprächen in dem westafrikanischen Staat wird daher noch nicht mit Entscheidungen gerechnet, vielmehr hoffen die Teilnehmer, sich nun auf die grundsätzlichen Sprachregelungen eines Vertrags zu einigen.

UN-Klimachef Yvo de Boer mahnte die Delegierten zur Eile. „Die Verhandlungen müssen an Geschwindigkeit gewinnen und konkreter werden.“ Nur dann könnten die Regierungen ihre selbstgesetzten Ziele erreichen, sagte de Boer. In Accra soll es vor allem um die Einbindung der Entwicklungs- und Schwellenländer in die Verpflichtungen zur Reduzierung von Treibhausgasen gehen. Dabei sollen sie von den Industriestaaten mit Technologietransfers und Finanzhilfen unterstützt werden. Finanzielle Anreize, in emissionsarme Technologien zu investieren, soll ein weltweites Handelssystem für Verschmutzungsrechte bringen. (AP)

 

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