Berlin – Rund 165.000 Menschen haben sich am Wochenende in Berlin über die Arbeit der Bundesregierung informiert. Bei kühlem Regenwetter nutzen sie den „Tag der offenen Tür“, um im Kanzleramt, den 14 Ministerien oder dem Bundespresseamt hinter die Kulissen zu schauen. Damit blieb der Ansturm hinter den Erwartungen zurück. Im vergangenen Jahr hatte die Bundesregierung an beiden Tagen noch 175.000 Gäste gezählt.
Größter Publikumsmagnet war auch dieses Jahr wieder das Kanzleramt. Hausherrin Angela Merkel empfing die Besucher am Sonntagnachmittag persönlich in der Regierungszentrale, vor dem sich bei strömendem Regen lange Warteschlagen bildeten. Zu den insgesamt 35.000 Gästen im Kanzleramt zählten auch eine Reihe von Spitzensportlern, mit den Merkel über Trainingsbedingungen und Erfolgschancen plauderte.
Glück wünschte sie vor allem der Fußball-Nationalmannschaft der Frauen, die bei den Olympischen Spielen in China die Bronze-Medaille geholt hatte. Ausdrücklich sagte sie dem Frauenfußball ihre Unterstützung zu: „Ich glaube, Mädchen können auch prima Fußball spielen!“
Vizekanzler und Außenminister Franz-Walter Steinmeier öffnete im Auswärtigen Amt nicht nur sein Ministerbüro, sondern auch den berühmten „Weltsaal“ und die Türen des Krisenreaktionszentrums. In der Bundespressekonferenz stellten sich eine ganze Reihe von Ministern wie Olaf Scholz (Arbeit), Horst Seehofer (Verbraucher), Brigitte Zypries (Justiz) oder Wolfgang Tiefensee (Verkehr) direkt den Fragen der Bürger.
Zu den Gästen im Gesundheitsministerium zählten auch Darsteller der RTL-Serie „Gute Zeiten Schlechte Zeiten“, die sich im Kampf gegen Drogenmissbrauch engagieren. Im Gegenzug hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, einen Gastauftritt in der Serie zugesagt.
http://www.bundesregierung.de/ (AP)
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