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US-Wahl

Obama gegen überhöhte Erwartungen an Parteitagsrede

„National Convention“ der Demokraten beginnt am Montag

AP
25.08.2008

Obama Puppen kann jeder kaufen. (AP Photo/The Denver Post, Noah Rabinowitz)

Denver – Vor Beginn des viertägigen Parteitags der Demokraten hat sich der designierte Präsidentschaftskandidat Barack Obama gegen überhöhte Erwartungen hinsichtlich seiner Antrittsrede gewandt. Er habe die Arbeit daran noch nicht abgeschlossen, sagte der Senator am Sonntag vor Journalisten.

An jedem Tag des Parteitags in Denver ist eine Hauptrede geplant – am Montag Barack Obamas Frau Michelle, am Dienstag die New Yorker Senatorin Hillary Clinton und am Mittwoch Senator Joe Biden, der von Obama als Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten berufen wurde. Zum Abschluss des Parteitags ist dann im Anschluss an die offizielle Wahl des Präsidentschaftskandidaten die programmatische Rede Obamas geplant.

Er werde vielleicht nicht so gut wie die anderen drei Hauptredner sein, sagte Obama. „Aber hoffentlich werden die Alternativen deutlich, die das amerikanische Volk im November haben wird.“ Für die Republikaner kandidiert der Senator John McCain. Vor den Journalisten scherzte Obama, dass er eigentlich nur deswegen US-Präsident werden wolle, damit seine beiden Töchter Malia und Sasha dann vom Secret Service beschützt würden, wenn sie ihren ersten Freund hätten.

Der Erwartungsdruck auf Obama ist hoch. Als erster demokratischer Präsidentschaftskandidat dunkler Hautfarbe wird er von 75.000 Zuhörern in einem Stadion in Denver und 20 Millionen an den Fernsehgeräten genau beobachtet. Zusätzliches Gewicht erhält die Rede noch dadurch, dass ihr Termin auf den 45. Jahrestag der Rede von Martin Luther King mit den Worten „I Have a Dream“ fällt.

Clinton will ihre Delegiertenstimmen während des Parteitags Obama übergeben und so ein Zeichen für die Einigkeit der Demokraten setzen. Wie aus Parteikreisen verlautete, will sie die von ihr in den Vorwahlen gewonnenen Delegierten am Mittwoch von ihrer Abstimmungsverpflichtung entbinden. Die Frau von Expräsident Bill Clinton hatte sich nach fünf Monaten eines erbitterten innerparteilichen Wahlkampfs erst am 3. Juni geschlagen geben müssen.

Einen Tag vor Beginn der „National Convention“ demonstrierten in Denver rund 1.000 Menschen gegen den Irak-Krieg. Für die Zeit des Parteitags bis Donnerstag wurden mindestens fünf Demonstrationen angemeldet. Organisiert werden sie von dem Bündnis Recreate 68. Dessen Name erinnert an die schweren Unruhen beim Parteitag der Demokraten vor 40 Jahren in Chicago. (AP)

 

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