Bangkok – Mehrere tausend Regierungsgegner halten den Amtssitz des thailändischen Ministerpräsidenten in Bangkok weiter besetzt. Ein Versuch von rund 500 Polizisten, die Demonstranten mit einem Schlagstockeinsatz zu vertreiben, scheiterte am Mittwochmorgen. Die Anhänger der Volksallianz für Demokratie (PAD) erklärten, sie wollten solange ausharren, bis Ministerpräsident Samak Sundaravej seinen Rücktritt erklärt.
Die Polizei kündigte an, sie bemühe sich um Haftbefehle für acht führende Funktionäre der PAD sowie um einen Gerichtsbeschluss zur Räumung des Regierungssitzes. Samak versprach, es werde keine Gewalt eingesetzt, sondern eine juristische Lösung gesucht. Zugleich bekräftigte er seine Absicht, sich nicht dem Druck der Straße beugen zu wollen.
Die PAD besteht zumeist aus konservativen Befürwortern der Monarchie und des Militärputsches vom September 2006. Sie sehen in Samak nur eine Marionette des damals gestürzten und ins Exil gezwungenen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra. Auch beschuldigen sie Samak der Korruption. An den Protestaktionen am Dienstag beteiligten sich rund 30.000 Menschen. (AP)
Versicherung
Telefontarife



