Kundus/Berlin – Beim bislang schwersten Attentat auf deutsche Soldaten in Afghanistan dieses Jahr ist ein deutscher Fallschirmjäger ums Leben gekommen. Drei weitere Bundeswehrsoldaten wurden verletzt.
Wie Verteidigungsminister Franz Josef Jung in Berlin mitteilte, kam der Hauptfeldwebel des Bataillons 263 aus Zweibrücken am frühen Mittwochmorgen ums Leben, als sein Patrouillenfahrzeug südlich von Kundus in eine Sprengfalle geriet. Die Patrouille war laut Jung mit acht Fahrzeugen unterwegs gewesen. Kurz nachdem sie gegen 06.55 Uhr deutscher Zeit den Fluss Kundus durchquert hätten, sei der erste Wagen in die Sprengfalle geraten und in die Luft geflogen. Der Hauptfeldwebel, der die Patrouille angeführt habe, sei sofort tot gewesen.
Jung verurteilte den feigen und hinterhältigen Anschlag und sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier zeigte sich erschüttert. „Wir verurteilen den feigen Anschlag aufs Schärfste“, sagte der SPD-Politiker im brandenburgischen Wiesenburg. „Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und den Kameraden des getöteten Soldaten.“ Den Verletzten wünschte Steinmeier eine baldige Genesung.
Es handelt sich bereits um den dritten Anschlag im August. Anfang des Monats waren drei Bundeswehrsoldaten bei einem Selbstmordattentat in der Nähe von Masar-i-Sharif verletzt worden. Vor einer Woche war eine Patrouille in der Nähe von Feisabad angegriffen worden. Bei dem darauffolgenden Schusswechsel wurde einer der Angreifer verwundet. Er erlag später seinen Verletzungen. Die Bundeswehr ist im Rahmen der ISAF-Mission für die Sicherheit in Nordafghanistan zuständig. (AP)
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