Düsseldorf – Mehr als 80 Prozent der Arbeitnehmer und Erwerbslosen in Deutschland halten den gesetzlichen Kündigungsschutz für unverzichtbar. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten repräsentativen Befragung im Auftrag der gewerkschaftseigenen Hans-Böckler-Stiftung hervor. Besonders ausgeprägt ist die Forderung nach einem wirksamen Kündigungsschutz der Studie zufolge bei den Arbeitslosen.
Das Meinungsforschungsinstitut polis + sinus hatte im April und Mai dieses Jahres im Auftrag der Stiftung mehr als 2.000 repräsentativ ausgewählte Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Erwerbslose befragt. Das Ergebnis: 55 Prozent möchten die bestehenden Regelungen behalten, weitere 27 Prozent wollen sie sogar erweitern.
Auch Erwerbslose für Kündigungsschutz
Insbesondere Arbeitslose und angelernte Arbeiter fordern mehr Schutz vor Entlassungen Die Forderung nach einer Lockerung des Kündigungsschutzes findet dagegen noch am ehesten bei den höheren Angestellten und Beamten Unterstützung. Doch auch hier sind 70 Prozent der Befragten der Meinung, man solle den aktuellen Kündigungsschutz beibehalten oder noch ausbauen.
Auch die große Mehrheit der befragten Arbeitslosen bevorzugte einen starken Kündigungsschutz. Rund 36 Prozent plädierten dafür, die Schutzrechte auszubauen, 47 Prozent wollten sie unverändert beibehalten. Nur 16 Prozent sind für eine Einschränkung oder Abschaffung. (AP)
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