Frankfurt/Main – Melamin ist eine chemische Stickstoffverbindung, die vor allem zur Produktion von Kunstharz verwendet wird, den sogenannten Melamin-Harzen. Auch in Farben und Lacken ist Melamin enthalten. Der weiße, staubförmige Stoff wurde 1834 erstmals von dem deutschen Chemiker Justus von Liebig hergestellt. Heute wird er in kommerziellem Maßstab aus Harnstoff gewonnen. Wegen der möglichen Gesundheitsgefährdung ist es in Deutschland verboten, Melamin zusammen mit Lebensmitteln, Futtermitteln und Medikamenten zu lagern. Melamin hat schon mehrfach eine Rolle bei Lebensmittelskandalen in China gespielt. Bevor die Substanz jetzt offenbar verwendet wurde, um in verdünnter Milch einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen, wurde sie schon bei der Produktion von Weizengluten für Tierfutter eingesetzt, das auch nach Nordamerika exportiert wurde. (AP)
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