Chemnitz – Die Bundesärztekammer fordert zur Verhinderung von Mensch-Tier-Embryonen einen Moralkodex für Mediziner in ganz Europa. „Die Erzeugung von Mensch-Tier-Embryonen ist medizinisch höchst fragwürdig und ethisch verwerflich“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, der in Chemnitz erscheinenden „Freien Presse“. „Forschung braucht Grenzen, damit sie nicht in Allmachtsfantasien abgleitet“, betonte er.
Die Bundesärztekammer reagierte damit die Verabschiedung eines Gesetzes im britischen Unterhaus. Es erlaubt die Forschung mit sogenannten Chimären-Stammzellen. Das Unterhaus erlaubte am Mittwoch auch die Untersuchung von Embryonen auf genetische Merkmale, um sogenannte „rettende Geschwisterchen“ zu schaffen. Hoppe sagte, dies sei außerordentlich bedenklich. „Menschen sind um ihrer selbst willen auf der Welt. Jede Instrumentalisierung menschlichen Lebens berührt das Fundament unserer Verfassung und den Schutz der menschlichen Würde“, erklärte er. Es sei an der Zeit, in einen europaweiten Diskurs über die Grundwerte menschlichen Lebens einzutreten. (AP)
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